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Berlin
Die Metropole Europas

Berlin: Die Metropole Europas

KREATIVER PLACE TO BE

Dass so viele Besucher ihren Lebensmittelpunkt nach Berlin verlagern, liegt nicht ausschließlich an der Kultur, den Sehenswürdigkeiten, der kulinarischen Vielfalt und dem inspirierten Nachtleben. Bis heute gilt Berlin im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten als aufstrebende Stadt, die man sich noch leisten kann. Das lockt vor allem Kreative nach Berlin, die hier unbelastet ihre Ideen ausarbeiten und verwirklichen können. Berlin ist der innovativste Medienstandort Europas, der größte Verlag des Landes ist hierher übergesiedelt und die Hauptstadtbüros zahlreicher Medien versorgen Deutschland und die Welt mit Schlagzeilen und Hintergrundberichten. Auch die internationale Filmindustrie hat ihre Zelte dauerhaft in Berlin aufgeschlagen; das jährliche Filmfestival „Berlinale“ beginnt dem prominenten Festival in Cannes mehr und mehr den Rang abzulaufen. Für bildende Künstler ist Berlin seit dem Fall der Mauer ein besonderer "place to be", denn geschätzte 600 Galerien prägen eine Szene, die in Europa einzigartig ist.

Online-Metropole und Start-up-Hot-Spot

Berlin hat also viele kulturelle Alleinstellungsmerkmale. Besonders einzigartig ist aber die große Start-up-Szene, die mittlerweile zu den wichtigsten der Welt gehört. Berlin ist in den vergangenen zehn Jahren unvermutet zur "Online-Metropole" gewachsen. Und das ohne viel nachzuhelfen, denn hier hilft man sich gerne selbst.

Kein Wunder also, dass die Einwohnerzahl Berlins Jahr für Jahr steigt: Weit über 40.000 Neuberliner verzeichnete die Hauptstadt zuletzt Jahr für Jahr. Und es verwundert auch nicht, dass Berlin die höchste Akademikerdichte Deutschlands ausweisen kann. Politik und Firmen brauchen kluge Köpfe. Und die fühlen sich wohl in Berlin.

Architektur und Spektakel

Preußens Adel baute Berlin erst spät in den märkischen Sand, daher konnte die Stadt nie richtig anschließen an die großen europäischen Glanzstädte wie Paris, Wien oder Sankt Petersburg und an deren Lust an Luxus und Prahlerei. Trotzdem bietet Berlin mit den hochherrschaftlichen Gründerzeitbauten, den alten Prachtstraßen, der Siegessäule und dem Brandenburger Tor alle Zutaten für eine echte Metropole mit weltbekannten Wahrzeichen.

Dennoch fällt Berlin aus dem Rahmen – etwa durch die Freude am Experiment. So wurde Berlin zur Spielwiese für Architekten und Künstler: Beeinduckende Bauten wie die Neue Nationalgalerie, die Philharmonie oder das Jüdische Museum zeugen vom einstigen und aktuellen Wagemut. Vor allem aber hat die bewegte Geschichte prägnante Zeichen und Narben in der Stadt hinterlassen, so dass eine Fahrt durch Berlin auch immer eine Fahrt durch die deutsche Vergangenheit ist. Wo sonst könnte ein technisch völlig fehlkonzipierter Fernsehturm – ein Bollwerk der DDR gegen den Kapitalismus – zum Symbol einer modernen, sich im stetigen Wandel befindenden Stadt werden – wenn nicht in Berlin?

Berühmte Mauern und Bühnen

Obwohl inzwischen fast völlig abgerissen, prägt auch dieses Bauwerk den Tourismus der Stadt: die Berliner Mauer. Ihre ausgestellten Reste verdeutlichen die Narbe, die diese Abschottung für die Stadt bedeutete. Der Tourismusmagnet Mauer hat vor allem aber eine große Symbolik. Die Botschaft lautet: Der Lauf der Geschichte kann eine gute Wendung nehmen. Ein Selfie vor der Mauer gehört zum unbedingten Andenken eines jeden Berlin-Besuchers.

Und dann die Theater. Berlin besitzt seit jeher viele Bühnen von Weltruf. Die Volksbühne Bert Brechts, das Berliner Ensemble, die Schaubühne und das Deutsche Theater haben Dutzende Schauspielkarrieren ermöglicht, die in konservativeren Städten im Sand verlaufen wären. Auch die drei Berliner Opernbühnen werden dem Ruf der Stadt gerecht und vermeiden jegliche gelangweilte Routine. Die Konzertlandschaft Berlins ist legendär, es vergeht keine Woche ohne Auftritt eines Superstars aus der Klassik-, Rock-, Pop- oder Independentszene.

DIE NACHT ZUM TAG MACHEN

Berlin hat das berühmteste Nachtleben Europas. Auf Sperrstunden wird in Berlin ebenso verzichtet wie auf manch andere einschränkende Gesetze. Und Berlin hat die Menschen, die dieses Nachtleben befruchten und genießen; Menschen, die eine Tradition fortsetzen, die um 1920 begann und selbst in den dunkelsten Tagen der Geschichte noch im Untergrund lebendig gehalten wurde.

Das Berliner Nachtleben – und mittlerweile auch die Restaurantszene – ist enorm vielfältig. Hier gibt es die originellsten Bars, die weltbekanntesten Clubs, die höchste Anzahl von Sternerestaurants in Deutschland und auch viele ausgesuchte Etablissements für manches Nischenvergnügen. In Berlin gibt es nichts, was es nicht gibt. Das liegt auch daran, dass viele Menschen, die das Besondere suchen und das Exzentrische wagen, nach Berlin strömen, um ihre Vorstellungen vom Leben zu verwirklichen. Berlin wird niemals langweilig und der Ruf der Stadt hat in den vergangenen 50 Jahren viele Menschen angezogen. David Bowie lebte hier, U2 nahmen ihr bekanntestes Album "Achtung Baby" auf und Angelina Jolie und Brad Pitt besitzen nicht ohne Grund eine große Wohnung in Berlin, in der sie Leonardo DiCaprio (ein großer Berlin-Fan) und George Clooney übernachten lassen. In Berlin kann man besonders sein und gleichzeitig ungezwungen bleiben.

BERLIN ALS IMMOBILIENMARKT

Berlin ist eine lebenswerte und grüne Stadt: Ein Drittel der Stadtfläche besteht aus Wald, Wiesen und Wasser. Wohl kaum eine Weltstadt bietet noch immer in zentralen Lagen so viel Raum für neue Immobilien. Und der Bedarf daran ist groß, schließlich steigt die Zahl der Hauptstädter immer weiter an. Und dieser Zuzug wird nicht abreißen, ganz im Gegenteil.

Immobilien gewinnen dadurch stetig an Wert und der zunehmend knappe Wohnraum sorgt für steigende Mieten und Kaufpreise: Der durchschnittliche Angebotspreis für eine Eigentumswohnung lag im 3. Quartal 2015 in Mitte 4,9 Prozent höher als im Vorjahresquartal, in Charlottenburg-Wilmersdorf waren es 9,1 Prozent und in Friedrichshain-Kreuzberg sogar 10,3 Prozent.

Knappes Angebot und steigende Preise

Der Mietwohnungsmarkt, der in Berlin traditionell sehr stark ausgeprägt ist, zeigt ein ähnliches Wachstum. In Charlottenburg-Wilmersdorf stieg der Quadratmeterpreis bei Neuvermietungen zwischen 2013 und 2014 im Median um 3,9 Prozent, ebenso in Friedrichshain-Kreuzberg. In Mitte betrug die Steigerung satte 10 Prozent. Speziell hochwertige Immobilien in Top-Lage erzielen hohe Preise: Rund um das KaDeWe werden Spitzenmieten von 16,93 Euro je Quadratmeter angesetzt, im Herzen von Mitte mit Hackeschem Markt und Museumsinsel liegen die Top-Mieten bei 18,46 Euro. Die Preisspitze bildet die beliebte Gegend am Michaelkirchplatz in Kreuzberg mit bis zu 20,16 Euro pro Quadratmeter.

Investorenliebling Berlin

Damit sind die Preise in Berlin zwar in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, von den Preisen anderer Metropolen ist die deutsche Hauptstadt aber noch weit entfernt. Diese Tatsache macht Berlin speziell für Investoren aus dem Ausland interessant, die eine attraktive und wertstabile Geldanlage suchen. Mitentscheidend bei der Immobilieninvestition in Berlin ist zudem die Stabilität des Investitionsstandorts Deutschland: Die Bundesrepublik ist im europäischen Vergleich das Land mit den meisten Einwohnern und dem höchsten Bruttosozialprodukt, das sich auch in Zeiten der Krise als zugkräftige Wirtschaftskraft behaupten konnte. Eine Investition in Berlin ist damit nicht nur aktuell spannend, sondern auch langfristig sicher. Es gibt noch viel zu erobern in dieser Stadt.