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Pankow

Pankow gilt als der Bezirk der Mittdreißiger mit Kindern und älteren Intellektuellen. Das stimmt nicht ganz. Auch viele jüngere Leute und Studenten zieht es, nicht nur wegen der etwas günstigeren Mietpreise, in den Stadtteil im Norden. Auch die direkte Nähe zu dem immer noch hoch begehrten Bezirk Prenzlauer Berg spielt dabei eine Rolle. Doch Pankow selbst hat natürlich ebenfalls einiges zu bieten und etwa das Nachtleben kann man auch hier genießen. Der Bezirk lockt in großen Teilen mit Vorstadtcharme und übt durch seine vielen Grünanlagen und stilvollen Villen einen besonderen Reiz aus.

Dieser Reiz ist schon der DDR-Prominenz aufgefallen, sodass sich damals einige Politiker und Künstler rund um den Majakowskiring angesiedelt haben. Diese Gegend ist in Pankow bis heute eine Toplage. Auch der Adel wusste schon im 17. Jahrhundert, dass es sich im heutigen Pankow gut leben lässt. 1664 wurde das Schloss Schönhausen als eine Sommerresidenz erbaut, Mitte des 18. Jahrhunderts schenkte Friedrich der Große es seiner Frau Elisabeth Christine. Heute ist es die wichtigste Sehenswürdigkeit in dem Bezirk.

Wem die Grünanlagen nicht reichen, oder wer vielleicht am Wochenende mal richtig aufs Land fahren möchte, der hat auch diese Möglichkeit: Im Norden grenzt Pankow trotz seiner sonst sehr zentralen Lage direkt an Brandenburg. So schnell wie man in Berlin-Mitte oder Prenzlauer Berg ist, so schnell kommt man auch ins Grüne. Und das sogar mit dem öffentlichen Nahverkehr: Sonderzüge nach Pankow gibt es zwar eher selten. Dennoch ist die Anbindung mit der U2 und den S-Bahnlinien im Osten und Westen des Bezirks sehr gut. Der Rest ist durch Busse und Trams versorgt. Wer mit dem Auto unterwegs ist, gelangt über den Berliner Ring schnell raus aus der Stadt – und eben auch wieder herein. Denn so schön es woanders auch ist – am schönsten ist es immer noch zu Hause.