/sites/default/files/hbl.jpg


PropTech: Wenn Gebäude digital werden

PropTech – also digitale Dienstleistungen für die Immobilienwirtschaft – ist einer der großen Boomsektoren. Mit dem enormen Potenzial und den weitreichenden Auswirkungen sprechen Experten von nichts weniger als einer bevorstehenden „Revolution in der Immobilienbranche“. Kein Wunder, denn die Bandbreite reicht von der Makler- und Immobiliensuche über Hausverwaltung und Home Services für die Bewohner bis zum Construction Management und zu Rundgängen durch virtuelle Modelle – kein Bereich bleibt unberührt.

Innovative Ansätze mit Vorteilen für alle Beteiligten sind das Ziel von PropTech – und die noch stark analog geprägte Immobilienwirtschaft zu digitalisieren. Dass dieser Ansatz erfolgversprechend ist, zeigt sich beispielsweise deutlich bei den zahlreichen Immobilienportalen. Sie haben sich so fest auf dem Markt etabliert, dass sie das Suchverhalten von Immobilieninteressenten nachweislich verändert haben – eine rein analoge Immobiliensuche ist für die meisten heute kaum mehr vorstellbar. Grund genug, einen Blick auf spannende PropTech-Ideen zu werfen.

Zabel Property (part of the JLL group) - PropTech: When buildings go digital

HOMEBEAT.LIVE – transparente Immobilienverwaltung für Eigentümer, Bewohner und Verwalter

HomeBeat.Live ist eine 2016 gegründete digitale Plattform für Wohnobjekte, mit der sich unkompliziert und schnell Verwaltung, Hausmeister und Nachbarn erreichen lassen. Zeitnah durchgeführte Reparaturen und Wartungsmaßnahmen, für alle Hausbewohner einsehbare Störungsmeldungen, Nachrichten an Verwalter und Nachbar senden und Notfälle direkt per Knopfdruck melden zählen zu den Vorteilen, die das Tool bietet. So ermöglicht die Plattform handlungsfähige Gemeinschaften, bietet rund um die Uhr Zugriff auf Informationen und Dienstleistungen, steigert die Effizienz und führt zu mehr Sicherheit im Gebäude.

In der Basisversion ist die Plattform kostenlos. Und auch die App für iPhone, iPad und Android-Geräte steht kostenlos zum Download zur Verfügung. Zusätzlich ist eine Pro-Version erhältlich, die weitere Funktionen wie eine rechtebasierte Dokumentenverwaltung bietet. Dazu erwarten die Gründer von HomeBeat.Live für die „digitalisierten Wohnhäuser“ erhebliches Kosteneinsparpotential. Ist die Hausgemeinschaft gut organisiert kann z.B. bei Unfälle und Havarien zeitnah und richtig reagiert werden. Schäden bleiben so begrenzt oder können sogar ganz vermieden werden, mit positive Auswirkungen auf die Gebäudeversicherung. Neben Deutschland ist die Plattform bereits verfügbar in 10 weitere Länder wie Großbritannien und den USA.

HomeBeat.Live - The digital platform for apartment buildings

Media Folder: 
Zabel Property (part of the JLL group) - PropTech: When buildings go digital

DOORPORT – intelligente Zugangssysteme 

Das ebenfalls 2016 gegründete Unternehmen doorport verspricht mit seinem intelligenten Gebäudezugangssystem nichts weniger als ein vollkommen neues Nutzererlebnis für Bewohner, Gäste und Management. Ein Touchscreen an der Eingangstür ermöglicht für Besucher und Dienstleister einen Videochat mit dem jeweiligen Bewohner, der mit seinem Smartphone direkt die Eingangstür öffnen kann. Besonders praktisch: Der Bewohner muss nicht in seiner Wohnung sein – der Videochat und die Entriegelung funktionieren auch von außerhalb, egal ob er im Stau steht und sich verspätet oder im Urlaub ist. Vorteile bietet doorport auch für Hauseigentümer und Verwalter: Über den Touchscreen können sie Interessenten Informationen über das Haus und verfügbare Wohnungen, Fotos und virtuelle Rundgänge zur Verfügung stellen und sich den Ein- und Auszugsprozess erleichtern.

Durch die Kombination eines Touchscreens am Eingang und der Verknüpfung mit den Smartphones der Bewohner sind die anfallenden Kosten deutlich geringer als bei der Installation einer herkömmlichen Videogegensprechanlage – und die Installation ist auch nachträglich ohne großen Aufwand oder Modernisierungen der bestehenden Gebäudeinfrastruktur möglich, da doorport keinen Telefon- oder Ethernetzugang benötigt. Bislang ist doorport nur in den USA verfügbar und richtet sich dort insbesondere an Eigentümer von Premium-Immobilien, die hochwertige Amenities bieten, aber keinen Doorman beschäftigen.

Zabel Property (part of the JLL group) - PropTech: When buildings go digital

PARKBEE – besser parken in Innenstadtlagen

Der PropTech-Trend macht aber nicht beim Wohnraum halt, sondern beschäftigt sich auch mit einem Problem vieler Bewohner von Großstädten: dem Parken. Denn speziell in den Innenstadtlagen von Großstädten sind Parkplätze häufig Mangelware. Hier setzt das 2013 gegründete Unternehmen ParkBee an und macht Parkplätze in privaten Garagen beispielsweise von Hotels, Einkaufszentren, Unternehmen und privaten Eigentümern öffentlich zugänglich. Eine Win-win-Situation: Parkplatzsuchenden stehen deutlich mehr und häufig günstigere Parkplätze zur Verfügung und Eigentümer können Einnahmen generieren, wenn sie den Platz selbst nicht benötigen.

Die erforderliche Soft- und Hardware installiert ParkBee ohne Vorlaufkosten für den Eigentümer, die Zahl der verfügbaren Stellplätze kann der Eigentümer über ein Onlineportal jederzeit in Echtzeit anpassen. Die Stellplätze vermarktet ParkBee an Parkplatzsuchende zum einen über die eigene Website, zum anderen über die Apps spezialisierter Partnerunternehmen. Nutzer können die Stellplätze entweder für den direkten Gebrauch suchen oder im Vorfeld reservieren, um beispielsweise die abendliche Parkplatzsuche zu umgehen. ParkBee bietet seine Services landesweit in den Niederlanden an sowie seit kurzem in Großbritannien und schließt wöchentlich neue Garagen an das Parkplatznetz an.

ParkBee - How does it work

Media Folder: